Aus ehemaligen, völlig heruntergekommenen Gewächshäusern schuf Török von 1989-2004 in Frankfurt einen Ort der Kultur, das Internationale Künstlerzentrum 695 in der Mainzer Landstraße 695.

Architektonisch eindrucksvoll gestaltet, glich das Gebäude mit ca. 2.400 Kubikmeter einer begehbaren, sozialen Skulptur. Hier befanden sich Ateliers, in denen neben dem Hausherren und seiner heutigen Frau Nina Stoelting häufig Gastkünstler aus dem In- und Ausland arbeiteten. Hinzu kam eine Galerie, deren mehrfach jährlich gezeigten Ausstellungen meist eine programmatische Verbindung zu den anderen Aktivitäten im Haus aufwiesen, insbesondere zu dem hier etablierten Theater 695. Spartenübergreifendes Arbeiten, beispielsweise durch Entwurf und Ausführung etlicher Bühnenbilder war konzeptioneller Bestandteil in der 695.

Der eigene Theaterverein produzierte jährlich sechs bis acht Inszenierungen, die regelmäßig auf die Bühne kamen und die Besucher zum anschließenden Verweilen im Haus einluden.

Török prägte das Theater nicht nur durch zahlreiche künstlerisch anspruchsvolle Bühnenbilder, sondern inszenierte hier erfolgreich sein eigenes Stück Der Apfel.